
Umluft im Grow.
Klima gehört an die Pflanze.
Ein paar Ventilatoren im Raum sind noch kein durchdachtes Luftführungskonzept. Entscheidend ist, welche Luft tatsächlich im Pflanzenbestand ankommt – mit welcher Temperatur, Feuchte und Verteilung. Genau hier setzt das CannaCrew-System an: Konditionierte Luft wird gezielt zu den GrowKarts und ihren Ebenen geführt und dort vollflächig in die Pflanzenzone eingeleitet.
Die Pflanze erlebt nicht das Raumklima.
Ein Sensor an der Wand kann 26 °C und 60 % relative Luftfeuchte anzeigen – trotzdem können zwischen dichten Blättern, an Topfrändern, unter dem Blätterdach oder in einer schlecht durchströmten Ecke ganz andere Bedingungen herrschen. Für die Pflanze zählt das Mikroklima direkt an Blatt und Wurzelzone.
Beleuchtung, Blattmasse und Technik erzeugen Wärme nicht überall gleich. Ohne Luftbewegung entstehen lokale Temperaturunterschiede.
Pflanzen geben über Transpiration Wasser an die Umgebung ab. Besonders im dichten Bestand kann sich feuchte Luft lokal anreichern.
Direkt an der Blattoberfläche bildet sich eine Grenzschicht. Luftbewegung unterstützt den Austausch dieser Luft mit der Umgebung.
VPD hängt von Temperatur und Feuchte ab. Uneinheitliche Bedingungen bedeuten deshalb auch uneinheitliche Verdunstungsbedingungen.
Das Ziel ist eine kontrollierte Luftbewegung durch und um den Pflanzenbestand, damit Wärme, Wasserdampf und Gase nicht in stehenden Taschen verbleiben.
Warum mehr Ventilatoren nicht automatisch mehr Kontrolle bedeuten.
Klassische Umluftventilatoren erzeugen lokale Luftstrahlen. Das kann funktionieren – aber der Luftweg wird stark von Pflanzenhöhe, Blattmasse, Möbeln und Raumgeometrie beeinflusst. Ein Strahl, der heute durch den Bestand geht, kann zwei Wochen später an einer geschlossenen Canopy abgelenkt werden.
Einige starke Luftstrahlen
- hohe Geschwindigkeit direkt vor dem Ventilator
- Abschattung durch dichte Pflanzenbestände
- Strömungsbild verändert sich mit dem Wachstum
- Raumluft wird bewegt – aber nicht zwingend gleichmäßig an jede Pflanze gebracht
Viele kleine Einströmflächen
- konditionierte Luft wird gezielt an die GrowKart-Ebene geführt
- Verteilung über die Nutzfläche statt eines einzelnen Punktstrahls
- Luftbewegung wird von unten in Richtung Pflanzenbestand aufgebaut
- Rückführung oberhalb der Pflanzenzone schließt den definierten Luftweg
Nicht der Ventilator ist das System.
Der Luftweg ist das System.
Im CannaCrew GrowRoom werden Klimatisierung, Entfeuchtung und Umluft nicht als voneinander getrennte Einzelprodukte gedacht. Die konditionierte Raumluft wird über definierte Anschlussstationen an die mobilen GrowKarts und ihre Anbauebenen verteilt.
Die zentrale Klimatechnik stellt die Luftbedingungen bereit.
Die Luft wird gezielt zu den einzelnen GrowKarts und Ebenen geführt.
Die Zuluft verteilt sich über die Anbaufläche der jeweiligen Ebene.
Erwärmte und feuchtere Luft wird aus der Pflanzenzone zurückgeführt.
Die Luft soll nicht nur irgendwo im Raum kreisen. Sie wird dort eingebracht, wo sie gebraucht wird, passiert Wurzel-/Topfbereich und Canopy und wird anschließend wieder aus der Ebene abgeführt.
Jede Ebene wird gezielt versorgt.
Der GrowRoom stellt das übergeordnete Klima bereit. Innerhalb dieses Raums werden die einzelnen GrowKart-Ebenen jedoch nicht einfach dem zufälligen Strömungsbild des Raumes überlassen. Jede Ebene besitzt einen definierten Luftpfad und wird dadurch zu einer eigenen, gezielt versorgten Klimazone.
Ein GrowRoom – mehrere versorgte Pflanzenzonen
Die Darstellung ist schematisch. Sie zeigt die Systemlogik, nicht die konkrete interne Kanalgeometrie.
konditioniert und rezirkuliert die Raumluft
Die zentrale Klimatechnik versorgt das Gesamtsystem. Die GrowKart-Ebenen werden jedoch über eigene Luftpfade gezielt angeströmt. Wie fein Volumenstrom, Sensorik oder Sollwerte je Zone geregelt werden, hängt von der jeweiligen Systemkonfiguration ab.
Die Luft soll den Bestand durchströmen – nicht nur daran vorbeifliegen.
Bei der vollflächigen Lufteinleitung wird die Luft unterhalb der eigentlichen Pflanzenzone verteilt und über die Anbaufläche nach oben geführt. Das Ziel ist ein möglichst gleichmäßiges Strömungsbild mit niedrigerer lokaler Spitzenbelastung als bei einzelnen starken Luftstrahlen.
Temperatur und Feuchte werden zentral aufbereitet.
Die Luft wird unterhalb der Nutzfläche über die Ebene verteilt.
Viele Einströmstellen verteilen den Volumenstrom statt eines einzelnen Punktstrahls.
Die Luft bewegt sich durch Topf-, Stängel- und Blattbereich.
Feuchte und Wärme werden oberhalb der Pflanzenzone wieder aufgenommen.
Weniger Punktstrahl
Ein einzelner Ventilator erzeugt vor allem dort hohe Geschwindigkeit, wo sein Luftstrahl auftrifft. Die flächige Einleitung verteilt den Luftstrom über eine größere Nutzfläche.
Von unten durch die Zone
Die Luft wird nicht nur oberhalb des Blätterdachs bewegt. Der Luftweg beginnt unterhalb des Bestands und führt durch den Pflanzenraum.
Definierte Rückführung
Die Luft hat einen vorgesehenen Weg zurück. Dadurch wird das GrowKart Teil des Klima- und Entfeuchtungssystems statt nur ein Regal im Raum zu sein.
Sechs Ziele der CannaCrew Luftführung.
Gleichmäßigere Bedingungen
Eine definierte Versorgung jeder Ebene soll große Unterschiede zwischen „guten“ und „schlechten“ Positionen im Raum reduzieren.
Feuchte aus dem Bestand
Transpirationsfeuchte soll nicht zwischen dichten Blättern stehen bleiben, sondern vom Luftstrom aufgenommen und zur Entfeuchtung zurückgeführt werden.
Aktiver Blattaustausch
Luftbewegung verändert die Grenzschicht an der Blattoberfläche und unterstützt Wärme-, Wasser- und Gasaustausch mit der Umgebung.
Stabileres Pflanzenklima
Wenn Temperatur und Feuchte innerhalb der Canopy gleichmäßiger sind, lassen sich auch die Verdunstungsbedingungen konsistenter führen.
Modular statt zufällig
Weitere GrowKarts erweitern nicht nur die Stellfläche. Sie werden als definierte Verbraucher in die Luftverteilung des Systems eingebunden.
Klima als Produktionsparameter
Luftführung wird planbar, messbar und wartbar – statt ausschließlich von der Position einzelner Clipfans abzuhängen.
Raumklima → Zonenklima → Blattklima
Ein professionelles System muss mehrere Ebenen gleichzeitig betrachten. Denn selbst ein perfekter Raumwert hilft wenig, wenn er die Pflanze nicht erreicht.
Kühlen, heizen, entfeuchten und gegebenenfalls Außenluft beimischen.
Aufbereitete Luft an die jeweilige Ebene bringen.
Luft durch den bewachsenen Raum führen.
Wärme-, Feuchte- und Gasaustausch direkt an der Blattoberfläche ermöglichen.
Was Umluft kann – und was nicht.
Luftbewegung ist ein Transportmechanismus. Sie erzeugt nicht automatisch die gewünschten Klimawerte. Dafür braucht es das Zusammenspiel aus Klimatisierung, Entfeuchtung, Luftaustausch, Sensorik und Luftführung.
| Aufgabe | Umluft allein? | Im CannaCrew Gesamtsystem |
|---|---|---|
| Luft im Pflanzenbestand bewegen | Ja | über definierte GrowKart-Luftführung |
| Temperatur im Raum senken | Nein | Klimatisierung + Luftführung |
| Wasser aus der Luft entfernen | Nein | Entfeuchtung/Kondensation + Luftführung |
| Feuchte aus der Canopy transportieren | Ja, transportieren | zur zentralen Feuchteabfuhr zurückführen |
| CO₂ erzeugen | Nein | separate CO₂-/Außenluftstrategie erforderlich |
| Klimazonen gezielt versorgen | Mit Raumfans nur begrenzt | über definierte Anschlusspunkte je GrowKart/Ebene |
| Pflanzenkrankheiten verhindern | Nein | Luftführung kann Risikofaktoren wie stehende Feuchte reduzieren, ersetzt aber Hygiene/IPM nicht |
Keine Wunderwirkung versprechen
Auch eine gute Luftführung ersetzt weder korrekte Pflanzenabstände noch saubere Bewässerung, passende Entfeuchtungsleistung, Sensorik oder Hygienemanagement. Das CannaCrew-System soll diese Funktionen technisch miteinander verbinden – nicht physikalische Grenzen aufheben.
Mehr Ebenen brauchen mehr als „Raumluft“.
Bei vertikalem oder mehrstöckigem Anbau entstehen zusätzliche Barrieren für Luftbewegung: Leuchten, Böden, Pflanzenmasse und Tragstrukturen teilen den Raum. Deshalb behandelt CannaCrew die Ebene selbst als versorgte Einheit.
Jede Ebene bekommt Luft
Nicht nur die oberste Canopy liegt im Hauptstrom eines Raumventilators.
GrowKart bleibt Systembaustein
Der mobile Anbauwagen verbindet Pflanzenfläche und technische Luftschnittstelle.
Volumenstrom wird auslegbar
Die Luftversorgung kann als Teil der Anlagenplanung betrachtet und gemessen werden.
Strömungsweg bleibt definiert
Auch wenn die Canopy dichter wird, liegt die Zuluftquelle weiterhin unterhalb der Pflanzenzone.
Häufige Fragen zur Umluft im CannaCrew System.
Braucht ein CannaCrew GrowRoom überhaupt noch Umluftventilatoren?
Die Grundidee des Systems ist, die Luftbewegung nicht primär über frei im Raum platzierte Ventilatoren zu erzeugen, sondern über die integrierte GrowKart-Luftführung. Ob zusätzliche Ventilatoren in einer konkreten Projektkonfiguration sinnvoll sind, hängt von Geometrie, Belegung und Luftmessung ab.
Was bedeutet „vollflächige Lufteinleitung“?
Die konditionierte Luft wird unterhalb der Pflanzenzone über die Nutzfläche der GrowKart-Ebene verteilt und anschließend über viele Einströmstellen nach oben in den Pflanzenbestand geführt. Die genaue interne Geometrie ist Teil der technischen Systemauslegung.
Warum wird die Luft von unten eingebracht?
Dadurch beginnt der definierte Luftweg unterhalb des Bestands. Die Luft kann Topf-/Wurzelbereich und Canopy passieren, bevor sie oberhalb der Pflanzenzone wieder zurückgeführt wird.
Hat jede GrowKart-Ebene ein eigenes Klima?
Jede Ebene besitzt eine gezielte Luftversorgung und damit eine eigene versorgte Klimazone. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede Ebene eine vollständig unabhängige Klimaanlage besitzt. Die zentrale Klimatisierung stellt die Grundbedingungen bereit; die Feinregelung hängt von der jeweiligen Sensorik- und Steuerungskonfiguration ab.
Warum ist Luftbewegung direkt an den Blättern wichtig?
An Blattoberflächen bildet sich eine Grenzschicht. Luftbewegung beeinflusst deren Wärme- und Stofftransport und unterstützt den Austausch von Wasserdampf und Gasen zwischen Blatt und Umgebung.
Senkt mehr Umluft automatisch die Luftfeuchtigkeit?
Nein. Umluft verteilt und transportiert Feuchte, entfernt aber kein Wasser aus dem Raum. Dafür braucht es Entfeuchtung, Kühlung mit Kondensation oder einen geeigneten Luftaustausch.
Verhindert starke Umluft Schimmel?
Nicht automatisch. Gute Luftbewegung kann stehende feuchte Mikrobereiche reduzieren, aber Schimmelprävention hängt außerdem von Feuchteführung, Hygiene, Pflanzenabstand, Bewässerung, Pflanzenzustand und weiteren Faktoren ab.
Wie wird geprüft, ob die Luftverteilung wirklich gleichmäßig ist?
Professionell erfolgt das über Inbetriebnahme und Messung, beispielsweise über Volumenströme, Differenzdruck sowie Temperatur- und Feuchtewerte an repräsentativen Punkten. Die konkrete Messstrategie hängt von der Anlagenkonfiguration ab.
Wir klimatisieren nicht nur den Raum.
Wir führen das Klima zur Pflanze.
Der GrowKart ist deshalb mehr als eine mobile Pflanzenfläche. Er wird zum technischen Baustein der Luftführung: Konditionierte Luft wird gezielt an die Ebene gebracht, vollflächig eingeleitet, durch den Pflanzenbestand geführt und wieder zurück zur zentralen Klima- und Entfeuchtungstechnik geleitet.
GrowKarts entdeckenGrowRooms ansehenUmluft & Klima